Informationen zum 15.03.

Let’s talk about Police Violence! Lasst uns über Polizeigewalt sprechen!

Am 15. März ist jedes Jahr der Internationale Tag gegen Polizeigewalt.

Laye-Alama Condé! Oury Jalloh! Yaya Jabbi! Amad Ahmad! Christy Schwundeck! Achidi John!

Diese Menschen und viele Menschen mehr hat die Polizei schlecht behandelt oder auch getötet.

Das passierte in der Vergangenheit und es passiert jeden Tag – Das passiert in Deutschland und auch auf der ganzen Welt. Warum behandelt die Polizei Menschen unterschiedlich? Warum setzt die Polizei Gewalt gegen Menschen ein, die nichts gemacht haben?

Die Antwort heißt: Für die Polizei sind bestimmte Menschen „anders“ oder sie sind „kriminell“ oder „illegal“. Das sind Menschen wie zum Beispiel:

* Menschen, die keine weiße Hautfarbe haben

* Geflüchtete

* Menschen, die auf der Straße leben

* Menschen mit Behinderung

* Menschen, die Drogen nehmen

* Sexarbeiter*innen

* Schwule, Lesben, Inter*Menschen, Transpersonen, queere Menschen

* Menschen, die politisch links sind

Wenn die Polizei Menschen tötet, dann folgt oft keine Bestrafung. Die Polizei hat viel Macht. Die Bürger glauben der Polizei. Die Bürger glauben, dass die Polizei gut ist. Die Bürger schauen weg, wenn die Polizei Menschen auf der Straße schlägt. Die Bürger wünschen sich mehr Polizei und auch mehr Macht für den Staat. Das sehen wir in Deutschland und weltweit.

Polizeigewalt sehen wir bei den G20-Protesten 2017 in Hamburg. Oder wenn die Polizei die Häuser von politisch Linken durchsucht und ihre Wohnungen zerstört. Viele Polizisten sind politisch Rechte (Neonazis). Zum Beispiel wurden Drohbriefe an eine Anwältin geschickt. Die Adresse und der Name von der Anwältin kam von der Polizei. Der Drohbrief hatte die Unterschrift: NSU 2.0. NSU heißt NationalSozialistischerUntergrund. Der NSU war eine Neonazi-Terror-Gruppe, die zwischen 1999 und 2011 Menschen in Deutschland tötete. Wir sehen, dass es immer mehr Rechte (Neonazis) gibt.

Es gibt neue Gesetzte für die Polizei, die der Polizei noch mehr Macht geben, um Menschen zu kontrollieren, überwachen und mit Gewalt zu behandeln. Für diese Menschen ist es schwer, sich zu wehren. Das liegt daran, dass Staat und Polizei zusammenarbeiten. Staat und Polizei sind rassistisch und sexistisch.

Die Bürger vertrauen dem Staat und der Polizei. Auch wenn die Polizei immer wieder lügt. Zum Beispiel sagt die Polizei: Es gibt kein rassistisches profiling – das heißt Polizei-Kontrollen von Menschen, weil sie keine weiße Hautfarbe haben.

Aber alle wissen, dass die Polizei sehr oft Menschen kontrolliert, die eine schwarze oder dunkle Hautfarbe haben. Das ist rassistisch. Es ist verboten Menschen anders zu behandeln, nur weil sie keine weiße Hautfarbe haben.

Wenn die Polizei Menschen foltert oder tötet, dann sagt die Polizei: „Das war der Fehler von nur einem Polizisten. Das war ein Einzelfall.“ Wir sagen, es gibt keinen Einzelfall.

Was die Polizei tut oder nicht tut, hat immer mit der ganzen Polizei zu tun. Nochmal: Die Polizei hat rassistische und sexistische Gesetzte. Die Polizei hilft und schützt nur die weißen Bürger, die zu der Mehrheitsgesellschaft gehören.

Am 15. März ist der Internationale Tag gegen Polizeigewalt. Hier in ganz Deutschland und auf der ganzen Welt. Wir wollen zeigen, dass wir gegen die Gewalt sind. Wir sagen, dass die Polizei Menschen ohne Grunde kontrolliert, verprügelt und tötet.

Und wir gedenken allen Menschen, die die Polizei verletzt oder getötet hat.

Lasst uns zusammen laut und stark sein! Am 15. März und an allen Tagen im Jahr! Startet Aktionen und Demonstrationen. Seid solidarisch. Wehrt euch!

Aktionsbündnis 15. März

* Wir sind ein Bündnis aus unterschiedlichen bundesweiten Gruppen, die zum Thema Polizeigewalt und Rassismus in der Polizei arbeiten: KOP (Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt) & CopWatch.

Kontakt und weitere Infos: https://buendnis1503.blackblogs.org/
Mobivideo: https://www.veoh.com/watch/v141925759bprNJ9kA